Das Propädeutikum vermittelt sowohl künstlerisch-gestalterische wie auch handwerkliche Grundlagen. Neben den klassischen Techniken wie Zeichnen, Malen und plastischem Gestalten werden neue Medien miteinbezogen. Das Propädeutikum ermöglicht ein medienübergreifendes Arbeiten. Es fördert die Kreativität sowie das problemlösende und konzeptionelle Denken. Zu den Schwerpunkten der Unterrichtsgestaltung zählen Fachunterricht, Vorlesungen, praktischer Unterricht, begleitete Projektarbeiten sowie die Aufbereitung und Präsentation eigener Arbeiten für die Aufnahmeverfahren in eine Hochschule der Künste.
Die einzelnen Module werden in halbtägigen Blöcken vermittelt und finden vormittags statt. Nachmittags steht das Atelier offen zur Weiterarbeit an den Aufträgen. Der Mittwoch ist unterrichtsfrei. Er kann zum selbständigen Arbeiten im Atelier genutzt werden. Diese Unterrichtsstrukturen sind auf Studierende im Erwachsenenalter ausgerichtet und erlauben es, teilzeitlich einem Job nachzugehen.
Modulübersicht
Visuelle Gestaltung
Im Modul „visuelle Gestaltung“ wird theoretisches und praktisches Grundlagenwissen im Umgang mit Text und Bild, Form und Inhalt als zweidimensionale Gestaltungsmöglichkeiten erarbeitet.
In Übungen und Experimenten werden visuelle Darstellungssmittel sowie verschiedene Techniken, Methoden und Prozesse der Bildfindung erkundet. Das Kennenlernen der grafischen und typografischen Darstellungsmöglichkeiten nimmt einen grossen Stellenwert ein. Am Computer werden die Eigenschaften verschiedener Anwenderprogramme ausgelotet.
Dreidimensionales Gestalten
Im „dreidimensionalen Gestalten" werden räumliche Objekte, Formen und Strukturen durch gestalterische Aktionen und Experimente erprobt. Plastische Arbeitstechniken wie Modellieren, Giessen, Meisseln, Sägen, Löten usw. werden erlernt. Es wird mit Ton, Gips, Draht, Polyurethan, Styropor, Papier, Fundmaterialien usw. gearbeitet. Nach ersten spielerischen Untersuchungen in Ton und Gips wird ein spezifisches Thema erarbeitet. Der technische Prozess und die gestalterische Methode sollten dabei nicht getrennt werden. Abschluss ist die Entwicklung einer freien Arbeit (bis hin zur Installation) und deren Präsentation im Rahmen einer Ausstellung.
Zeichnen und Malen
In diesem Modul geht es um die praktische und theoretische Auseinadersetzung mit Farbe, Form, Proportion, Fläche und Raum sowie um die verschiedenen Strategien der Bildfindung. Die Auseinandersetzung mit den grundlegenden Zeichen- und Maltechniken wie auch Fragen nach der Konzeption führen zu einer eigenen Bildsprache. Historische sowie zeitgenössische künstlerische Positionen fliessen in den Unterricht ein.
Fotografie und Video
Im Modul Fotografie werden die grundlegenden Techniken der analogen und digitalen Fotografie erarbeitet. Neben eigenen fotografischen Übungen wird ein Einblick in den Arbeitsprozess der heutigen Studiofotografie ermöglicht, das bisherige fotografisches Verständnis vertieft und es werden Erfahrungen in der Auseinadersetzung mit Bildern und Bildsprache gesammelt. Die Fotografie wird während dem ganzen Propädeutikum in den verschiedenen Modulen gebraucht und vertieft. Anhand von Filmbeispielen und einer praktischen Umsetzung werden die Grundlagen der audiovisuellen Gestaltung erarbeitet.
Atelier
Das Atelier bietet Raum für eigenständige und fächerübergreifende Projekte. Es steht den Studierenden offen zum freien Arbeiten an Aufträgen und individuellen Projekten.